BdV - Bund der Vertriebenen
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Liebe Besucherinnen und Besucher,

auf den großen landsmannschaftlichen Pfingsttreffen gab es auch in diesem Jahr positive Signale aus der Politik für unsere Arbeit und unsere Anliegen. Mit Armin Laschet nahm zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen am Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl teil und kündigte größeres Engagement des Patenlandes in der Kulturpflege an. Der neue bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder betonte sowohl auf dem Sudetendeutschen Tag in Augsburg als auch in Dinkelsbühl Bayerns Verbundenheit mit den Vertriebenen und Aussiedlern. Und der baden-württembergische Justiz- und Europaminister Guido Wolf lobte die Banater Schwaben beim Heimattag in Ulm für ihren friedensstiftenden Brückenbau in Europa.

 

Gespannt sehen wir nun der Rede von Bundesinnenminister Horst Seehofer entgegen, der am 25. August 2018 unser Gast beim zentralen Auftakt zum Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen in Berlin sein wird.

 

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sprach in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Gedenkstunde zum nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni. In bemerkenswerter Deutlichkeit erklärte sie, dass es trotz der immerwährenden Verantwortung, die aus den Verbrechen der Nationalsozialisten für unser Land erwächst, keine moralische oder politische Rechtfertigung für die Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung gibt. Indem sie außerdem die hohen Antragszahlen für die Zwangsarbeiterentschädigung begrüßte, bezog sie eine weitere Opfergruppe in das Gedenken ein.

 

Es war also gut, dass sich der Bund der Vertriebenen vor fünf Jahren für die Verbindung unseres Gedenktages mit dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen ausgesprochen hat. Die unumstößliche Tatsache, dass die Heimatvertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg genauso ein Unrecht war, wie dies heute für jede Vertreibung ganz selbstverständlich gilt, wird durch Aussagen wie die der Bundeskanzlerin auch für all jene nachvollziehbar, die bislang wenig Empathie für deutsche Opfer gezeigt haben.

 

Ihr
Dr. Bernd Fabritius